PUSHBACK REPORT 2020

Mare Liberum – Beobachtung der Menschenrechte in der Ägäis

Mare Liberum e. V. beobachtet die Einhaltung von Menschenrechte für Geflüchtete in der Ägäis. Mit unseren beiden Schiffen und von Land aus dokumentieren wir die Situation auf der gefährlichen Fluchtroute zwischen Türkei und Griechenland, sowie auf den griechischen Inseln. Ziel ist, Menschenrechtsverletzungen, wie Pushbacks zu dokumentieren und auf diese Aufmerksam zu machen. In 2020 konnten wir alleine 312 Vorfälle, bei denen 9.798 Personen illegal zurückgedrängt worden sind, zählen. Mit unserer Arbeit möchten wir Solidarität und fundamentale Menschenrechte stärken. Mare Liberum ist politisch und religiös unabhängig und finanziert sich ausschließlich durch Spenden.

Spendenlauf für die Seenotrettung im September! Mehr Erfahren.

Aktuelles

Mordverdacht bei Pushback

In der letzten Woche kam es in der Ägäis wohl zu einem der brutalsten Pushbacks, der in den letzten Monaten dokumentiert wurde.

Ein schändliches Jubiläum: 5 Jahre tödlicher Deal Europas mit der Türkei

Am 28. Februar 2020 kündigte der türkische Staatspräsident Erdogan an, die Grenze zur EU zu öffnen. Die einseitige Grenzöffnung fand als Reaktion auf den sich erneut verschärfenden Bürgerkrieg in Syrien statt und wurde als Bruch mit dem 2016 verabschiedeten EU-Türkei-Deal gewertet.

Alarmierender Start in 2021 – Fast jeden zweiten Tag findet ein brutaler Pushback statt

Im letzten Jahr haben wir 321 Pushback Fälle in der Ägäis verzeichnet. Diese illegale und herabwürdigende Praxis bei der Fliehende in der Regel auf dem Meer ausgesetzt werden, ist 2020 zum Standardverfahren der griechischen und europäischen Behörden geworden.

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