Alarmierender Start in 2021 – Fast jeden zweiten Tag findet ein brutaler Pushback statt

Im letzten Jahr haben wir 321 Pushback Fälle in der Ägäis verzeichnet. Diese illegale und herabwürdigende Praxis bei der Fliehende in der Regel auf dem Meer ausgesetzt werden, ist 2020 zum Standardverfahren der griechischen und europäischen Behörden geworden.

Submission to the Special Rapporteur on the human rights of migrants: pushback practices
and their impact on the human rights of migrants by Mare Liberum

“This is a message from a refugee, who does not have human rights” – Ein Bericht aus Moria 2.0

Der folgende Text wurde von einem Bewohner des Camps Moria 2.0 auf Lesbos geschrieben, der das Pseudonym A&H gewählt hat, und wurde uns per Messenger geschickt.

Posterkampagne

Um auf die unerträglichen Zustände auf den griechischen Inseln für Geflüchtete, die vermehrt brutale Durchführung von Pushbacks und die dadurch entstehenden Menschenrechtsverletzungen in der Ägäis aufmerksam zu machen, starten wir eine Posterkampagne.

Moria 2: Zensur, Angst und die Einschränkung der Pressefreiheit

Über Weihnachten rückte Europas größtes Lager für Geflüchtete, Moria 2, auch bekannt als Kara Tepe, wieder einmal in den Fokus der Öffentlichkeit.

Pushback von Lesbos: Ein Zeugnis

Wir sprachen mit Menschen, die zu einer Gruppe von 24 Flüchtenden gehörten, die am 10. November gegen 1 Uhr nachts in Katia im Süden von Lesbos landeten.

Deutschland:An vorderster Front bei Pushbacks

Pushbacks sind im vergangenen Jahr zu einer ebenso alltäglichen wie menschenverachtenden Realität in der Ägäis geworden.

Frontex: Die europäische Institutionalisierung von Pushbacks

Es ist kein Geheimnis, dass Flüchtende an den europäischen Außengrenzen illegal abgedrängt werden. Das was Europa ‚Grenzschutz‘ nennt, führt dazu, dass Menschenrechte missachtet werden, Menschen in Lebensgefahr gebracht werden oder sterben.

“Nachdem sie uns auf das Schiff der Küstenwache brachten, schossen sie ungefahr 20 mal auf unser Boot“ – Ein Zeugenbericht eines Pushbacks

Eine Gruppe von 19 Flüchtenden, die griechische Gewässer bereits erreicht hatte, wurde zunächst vom griechischen Militär in Gefahr gebracht und dann von der griechischen Küstenwache gewaltsam und illegal in türkische Gewässer zurückgedrängt, wo sie in zwei Rettungsinseln gezwungen und auf See treibend zurückgelassen wurde.

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