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News

Rechtsextreme Tendenzen in Chios und Griechenland bedrohen die Sicherheit von Geflüchteten und Aktivist*innen.

19.6.2019

Die Insel Chios in der Ägäis ist das unliebsame temporäre „Zuhause“ von rund 2000 Geflüchteten. Die überwiegende Mehrheit von ihnen lebt im Lager Vial, das 6,8 km vom Haupthafen und der Stadt Chios entfernt liegt. Vial ist keine Ausnahme, es ist wie die meisten Flüchtlingslager in Griechenland; die Bedingungen entsprechen nicht im entferntesten humanitären Standards, das Lager ist überfüllt, Toiletten fehlen, das Essen ist entsetzlich, Schlangen und Ratten stören unaufhörlich Bewohnerinnen und Nachbarinnen. Die NGOs auf der Insel stemmen aus eigenen Mitteln und Ressourcen einen Großteil der Dienstleistungen im Lager, einschließlich der medizinischen Versorgung und der Verteilung von Grundnahrungsmitteln. Das Chios Eastern Shore Response Team (CESRT) zum Beispiel sorgt für 90% der Versorgung des Lagers Vial, so die Gründerin Toula Kitromilidi, die eine Einheimische aus Chios ist.

Eine der Hauptschwierigkeiten für Geflüchtete in ihrem Asylverfahren besteht nach Angaben einer lokalen Rechtsorganisation darin, dass die Verfahren sehr unfair sind. Eine Aufklärung über die langwierigen und komplizierten Verfahrensschritte, sowie die eigenen Rechte und Pflichten fehlt gänzlich. Die Interviews im Rahmen der Prüfung des Asylanspruchs werden teilweise erst für 2023 terminiert. Sie können bis zu 9 Stunden dauern, in denen die Menschen ohne psychologische Betreuung ihre Traumata durch sehr schmerzhafte Teile ihrer Vergangenheit erneut durchleben müssen.

Im Gegensatz zu den Erfahrungen von Geflüchteten auf Chios, ist Chios selbst immer eine wohlhabende Insel gewesen, die selbst die griechische Finanzkrise des letzten Jahrzehnts beinahe unbeschadet überstanden hat. Die Einstellung der Einheimischen in Chios hat sich im Laufe der Jahre in Bezug auf die Geflüchteten gewandelt. Als 2015 die ersten Boote auf der Insel ankamen, zeigte sich eine große Hilfsbereitschaft. Lokale Gruppen kochten im Park für die Ankommenden um die 700 Mahlzeiten pro Tag, und bekundeten so ihre Solidarität mit den Geflüchteten. Zur selben Zeit, in der die Migrantinnen in das heute nicht mehr existierende Lager Souda gebracht wurden, eröffnete Jenny, eine lokale Aktivistin, gemeinsam mit Freundinnen einen Spielplatz. Wie Jenny betont, erfuhr sie zunächst auch Akzeptanz durch sdiejenigen, die den Geflüchteten nicht selbst aktiv halfen, weil da, wie sie sagt, "am Anfang viele Flüchtlinge aus wohlhabenden Familien kamen, in Hotels schliefen, in Restaurants gingen und in einigen Fällen ausgenutzt wurden, wobei die Einheimischen ihnen bis zu 10 Euro für ein Sandwich oder 5 Euro für eine Flasche Wasser verlangten".

Derzeit hat sich jedoch, abgesehen von Jenny und ihrer Gruppe von Unterstützerinnen und einigen anderen lokalen NGOs wie CESRT und FEOX, die öffentliche Wahrnehmung von Geflüchteten stark verändert. Desinformation und Fehlinformation nähren fremdenfeindliche Einstellungen. Die aktuellen Haltungen der Menschen reichen von der Befürchtung einer Überführung von Gesellschaft und Religion in den Islam bis hin zu der Verbreitung der Prämisse, man solle den Migrantinnen nicht zu nahe kommen, da sie ansteckende Krankheiten hätten. Hinzu kommt, dass die neonazistische, faschistische politische Partei „Goldene Morgenröte“ und andere gleichgesinnte informelle Gruppen wie das nicht mehr aktive Committee Against Refugees (Παγχιακή Επιτροπή Αγώνα) auf Chios präsent sind. In den letzten Jahren waren sie sehr aktiv und haben bei zahlreichen Gelegenheiten gewalttätige Angriffe auf Geflüchtete durchgeführt. 2015 ereigneten sich zwei Pogrome: Protestierende Geflüchtete, die das Rathaus besetzten, und Menschen, die in Solidarität mit ihnen standen, wurden von lokalen Mobs auf dem Hauptplatz angegriffen; ein anderes Mal wurden von den Burgmauern über dem Lager Souda aus Steine und Molotow-Cocktails auf Geflüchtete geworfen. Beide Angriffe waren im Vorfeld organisiert und geplant worden, und viele Faschistinnen reisten in den Tagen zuvor aus Athen und anderen Orten an, um sie durchzuführen. Diese größeren Ereignisse sind nur zwei Beispiele für unzählige Einzelangriffe auf Geflüchtete im Laufe der Jahre. Doch nicht nur Geflüchtete werden angegriffen, auch lokale Anwältinnen, die wie Jenny und ihre Freund*innen solidarisch mit ihnen zusammenarbeiten. Jenny und eine Freundin, die es vorzieht, nicht namentlich genannt zu werden, haben beide Morddrohungen erhalten, Einschüchterungen durch Gewalt erlebt und direkte Angriffe erfahren. Der erwünschte und erzielt Effekt heißt Angst und Entmutigung.

Im Jahr 2019 fand der jüngste Angriff im April statt, bei dem Eier auf Geflüchtete geworfen wurden. Aktuell lassen die gewalttätigen Angriffe der „Goldenen Morgenröte“ und anderer faschistischer Gruppen nach, nachdem einige ihrer Mitglieder zu schweren Gefängnisstrafen verurteilt wurden, weil sie 2017 den Polizeichef Athanasios Basioukas angegriffen haben, der nicht uniformiert war und für einen Unterstützer der Geflüchteten gehalten wurde. Die Straßen wirken daher sicherer, sowohl für Geflüchtete als auch für lokale Aktivistinnen, doch wer sich auf ihnen bewegt berichtet etwas anderes. Wenn zuvor Faschistinnen sichtbar und bestärkt in ihren Ansichten, offen durch die Straßen liefen, begegnen einem jetzt Menschen mit der gleichen Vorstellungen von gewaltsamer Unterdrückung und Angst vor Vielfalt in Anzügen und Krawatten gekleidet. Und ihre Ansichten spiegeln sich in der von ihnen verabschiedeten Politik wieder. Sie wissen, wie man die öffentliche Meinung beeinflusst, und sie tarnen ihre Motivationen in nationalistischen und populistischen Ansichten.

Am 3. Juni 2019 wurden die letzten Kommunalwahlen in Chios von Ex-Militär Stamatis Karmantzis mit rund 52% der Stimmen gewonnen. Karmantziz wird der neue Bürgermeister von Chios. In der Vergangenheit fiel er als Sprecher des Zitates "Ein guter Türke ist ein toter Türke" auf; er teilt viele Werte des Ausschusses gegen Geflüchtete. Darüber hinaus werden viele Sitze in der Gemeinde von der Partei Χίος Μπροστά (frei übersetzt als Chios in Front) gehalten, die eine neue politische Partei mit Verbindungen zum Ausschuss gegen Geflüchtete ist.

Aufgrund des weiter verfestigten politischen Klimas gegen Geflüchtete befürchten lokale Aktivist*innen, die sich mit ihnen solidarisch zeigen, dass Hassreden stärker legitimiert werden und die rechtsextremen Gefühle der Menschen von den Machthabern unterstützt werden. Diese Wahl ist an sich Teil einer breiteren nationalen griechischen Bewegung in Richtung der extremen Rechten, und in einigen Monaten wird auch erwartet, dass die extremen Rechten die nationalen Wahlen gewinnen werden, was diese Entwicklungen noch beunruhigender macht, da sie sich auf die Erfahrungen und Prozesse von Geflüchteten in ganz Griechenland auswirken werden.

Nach Ansicht der lokalen Aktivist*innen sind einige der zu erwartenden Folgen der Machtergreifung dieser politischen Ideologien folgende:

1.Das Lager Vial kann zu einem Gefangenenlager und einem geschlossenen Lager werden, was bedeutet, dass die Menschen nicht frei in die Stadt gehen können, um Besorgungen zu machen oder Gemeinschaftszentren zu besuchen, die von NGOs betrieben werden, wie z.B. Action for Education und andere, die einen sicheren Raum für Geflüchtete bieten, um neue Fähigkeiten zu erlernen, sich zu entspannen und eine Gemeinschaft außerhalb des Lagers zu genießen.

  1. Ein massiver Anstieg von Abschiebungen ist absehbar, der vielen Menschen nicht bekannt würde. Die öffentliche Information über diese Abschiebungen ist sehr begrenzt.

  2. Zunahme der unrechtmäßigen Abweisung, Militarisierung der Grenze, verstärkte Pushbacks, einschließlich maskierter Militärs, die Flüchtlingsboote beschädigen.

Diesen Entwicklungen muss widerstanden werden, und dem Beispiel der mutigen Menschen in Solidarität mit den Geflüchteten sollte gefolgt werden: Auf den Straßen gegen diese Ideologien zu kämpfen und öffentlichen Druck auf die Behörden auszuüben, nicht nur, um Geflüchtete mit Würde und Respekt zu behandeln, sondern auch die systemische Gewalt, die derzeit gegen Geflüchtete innerhalb des derzeitigen politischen Rahmens sowohl in Europa als auch in Griechenland ausgeübt wird, zu ändern.

Diese Entwicklungen beschränken sich nicht nur auf Chios oder Griechenland, sondern sind in vielen Ländern und Städten in der gesamten EU immer stärker präsent. Lager wie Vial sorgen nicht nur für schlechte Lebensbedingungen für Geflüchtete, sondern marginalisieren und schließen diese von der Gesellschaft aus. Diese Spaltung schürt Vorurteile und Hass. Die EU muss die Dubliner Verordnung abschaffen und allen Menschen die Möglichkeit bieten, selbstbestimmt nach einem besseren Leben zu suchen.

Alarmierende Bedingungen für Geflüchtete auf Samos

8.6.2019

Ein Team von Mare Liberum reiste kürzlich nach Samos. Video, Fotos und Bericht dokumentieren ihre Beobachtungen zur Menschenrechtssituation au der Insel.

Sehen sie hier das Video

Vom Stadtzentrum von Vathi auf der griechischen Insel Samos sind es nur fünf Minuten zu Fuß einen Hügel hinauf, bis der berüchtigte "Hotspot" in Sicht ist. Dieser Hotspot, das Flüchtlingslager, ergießt sich über die Hügel am Stadtrand. Die offizielle Kapazität beträgt 650 Einwohner, aber die tatsächliche Einwohnerzahl ist unbekannt. Laut offiziellen Zahlen der UN-Flüchtlingsagentur UNHCR lebten Ende Mai 3.200 Geflüchtete auf Samos; andere NGOs glauben, dass es mehr als 5.000 sind.

Die Zahlen ändern sich täglich, da einige Menschen in Lager auf Nachbarinseln oder auf dem Festland gebracht werden und stetig weitere Neuankömmlinge auf Samos landen. Es vergeht kaum eine Nacht, ohne dass es einem Boot gelingt, der patrouillierenden Küstenwache auszuweichen und die 1,6 Kilometer Wasser zwischen der Türkei und Griechenland zu überqueren. Zwischen 30 und 60 Personen sind im Schnitt auf jedem der Gummiboote.

Um das offizielle abgezäunte Camp, in dem die Menschen in Containern leben, breitet sich der so genannte "Dschungel" aus, wo der Großteil der Geflüchteten ist. Das Gelände ist kein Wald, wie der Name Dschungel vermuten ließe, aber es ist auf seine Weise ungebändigt. Hunderte von Strandzelten aus Kunststoff und Holzresten stehen am Hang zwischen Müllhaufen. Das ganze Lager ist von Abfall überflutet, eine funktionierende Müllabfuhr gibt es nicht. NGOs wie Refugee4Refugees, gegründet von Omar, der 2015 aus Syrien geflohen ist, versuchen ihr Bestes, um den Dreck fortzuschaffen. 15 Tonnen Abfall hat Refugees4Refugees in den letzten Monat entsorgt, aber der Dschungel ist immer noch eine einzige abstoßende Müllkippe. Ratten sind überall, manche so groß wie eine 1-Liter-Flasche. Die Nager ziehen wiederum bis zu zwei Meter lange Schlangen an.

Die 22-jährige Debbie ist aus Ghana. Sie ist vor vier Tagen auf Samos angekommen. Sie ist im fünften Monat schwanger und allein auf der Insel. Sie sagt, sie weiß nicht, wer der Vater ihres Kindes ist: "Ich wurde in der Türkei von zwei Männern vergewaltigt." Als Debbie auf der Insel ankam, war sie zur Untersuchung bei einem Arzt im offiziellen Lager, der ihr ein paar Zettel in griechischer Schrift mitgegeben hat. Ihre Diagnose und Überweisung an einen Gynäkologen. Sie kann sie nicht lesen und weiß nicht, wen sie um eine Übersetzung bitten soll. Sie weiß nicht, wohin sie als nächstes gehen soll. Sie lebt in einem kleinen Zelt mit einer Fremden, die sie erst vor wenigen Tagen kennengelernt hat. Es gibt keine sanitären Einrichtungen, die hygienischen Bedingungen sind katastrophal. Das einzige verfügbare Waschwasser stammt aus einem kleinen Loch im Boden in der Nähe eines Müllbergs.

Informell ist der Dschungel in verschiedene Abschnitte nach Herkunft der Bewohner unterteilt. Westlich des Hotspots leben hauptsächlich Menschen aus Palästina und dem Irak. Mahmoud sitzt dort mit abwesendem Blick in der Sonne vor seinem Zelt. Seine Freunde sagen, er sei verrückt. Mahmoud ist mit seinem Freund Abdul von der Türkei nach Samos geschwommen, weil sie sich die Schmugglerboote nicht leisten konnten. Mitten im Meer haben sich die beiden verloren. Mahmoud ist nach einigen Stunden auf Samos angekommen und sofort zur Polizei gerannt. Nach einer erfolglosen Suchaktion der Küstenwache und 17 Tagen ohne ein Lebenszeichen wurde Abduls Leiche gefunden. Mahmoud und eine Gruppe aus dem Camp und der Stadt organisierten eine kleine Beerdigung für ihn. Einer drehte ein Video, als sie den Leichensack während der Zeremonie öffneten. Man erkennt Abduls leblosen Oberkörper, grau und aufgebläht von über zwei Wochen im Wasser, Bissspuren auf der Brust.

Etwa fünf Gehminuten vom Lager entfernt liegt Alpha, ein Kultur- und Bildungszentrum, wo Geflüchtete Kurse in Englisch und Griechisch, Musik oder Computerkenntnissen belegen können. Bogdan hat das Zentrum mit seiner NGO Samos Volunteers gegründet. Er sagt, dass sich die Zustände auf der Insel weiter verschlimmert haben, als im September und Oktober 2018 in kurzer Zeit etwa 4.000 Menschen nach Samos gekommen sind. Er sehe, wie sich die psychische Verfassung seiner Schüler vor seinen Augen verschlechtere – besonders nach zwei oder drei Monaten auf der Insel und ohne Toiletten, Duschen oder auch nur ein Gefühl minimaler Sicherheit. "Nicht zu wissen, was mit ihnen passieren wird, das ist der schwierigste Teil", sagt Bogdan und fügt hinzu, dass für die Tausenden von traumatisierten Menschen im Lager und dem Dschungel nur ein einziger Psychologe zur Verfügung steht.

Mehrere NGOs wie Samos Volunteers und Refugee4Refugees versuchen, die Situation zu verbessern, indem sie Bildung und Freizeitaktivitäten, rechtliche Unterstützung oder Hilfe bei der Verteilung von Zelten, Schlafsäcken und Hygieneprodukten anbieten. Bogdan meint, dass sich die Bedingungen im Lager trotzdem nicht zu verbessern scheinen: "Nichts funktioniert. Alles ist kaputt. Welches Problem wollen Sie oben anstellen? Ich will keine Prioritäten mehr setzen."

In der Zwischenzeit nehmen die Spannungen zu. Im Januar organisierte die franko-afrikanische Gemeinde große Demonstrationen gegen die Bedingungen im Lager und im Dschungel. Im Mai haben sie wieder versucht zu marschieren, aber die Polizei hat die Proteste gewaltsam unterdrückt. Auch Freiwillige und Journalisten vor Ort mussten zur Befragung mit aufs Revier, ihre Handys wurden auf Fotos und Videos der Proteste überprüft. Émery, aus dem Kongo, war an diesem Tag vor Ort. Er wohnt in einem Zelt, das er für sich und seine Frau nur wenige Meter von der Hauptstraße entfernt aufgebaut hat. Dort, wo der afrikanische Teil des Dschungels beginnt. Die Hügel hier sind steil, was es noch schwieriger macht, ein Zelt einigermaßen gerade aufzustellen, und das Gebiet liegt näher an der Müllhalde, wo der Gestank am schlimmsten ist.

Émery und seine Frau leben seit 10 Monaten hier, ohne dass sich etwas ändert. Hoffnung wurde zu Frust, Frust zu Wut. Émery ist ein gut gebildeter Mann. Er spricht Englisch, Französisch und Portugiesisch, redet über die Kolonialmächte, die seit Generationen die Bodenschätze des Kongo ausbeuten, über Rassismus und Kapitalismus in Afrika und Europa. "Wir kommen, um zurückzuholen, was der Westen uns gestohlen hat. Sie haben unsere Körper und unseren Geist über hunderte von Jahren ausgenutzt. Wenn sie uns nicht hier haben wollen, dann sollen sie zumindest Afrika uns Afrikanern überlassen. Wie können wir sonst überleben?" Das ganze Leid könne es am Ende vielleicht wert sein, sagt Émery, wenn es seinen Enkelkindern irgendwann ein besseres Leben ermöglicht.

Dann erlischt sein Funke Optimismus wieder und er spricht darüber, wie unmenschlich das Leben auf Samos sei, wo er und seine Nachbarn schlechter behandelt würden als Tiere. Als die Polizei die jüngsten Proteste niedergeschlagen hat, war er mit seiner Geduld am Ende. "Es wird keinen nächsten Protest geben", sagt Émery, und klingt, als meine er es ernst. "Das nächste Mal wird es ein Feuer geben. Wir werden diesen ganzen Ort in Brand setzen."

*Die Namen aller Bewohner des Lagers und des Dschungels wurden geändert, um ihr Asylverfahren nicht zu gefährden.

Mare Liberum Mission 23.5.2019

Während unser Fahrt entlang der Ostküste von Lesbos, hat Mission Coordinator Farshad sich Zeit genommen, unseren Einsatz in der Ägäis genauer zu erklären. Die Lage zwischen der Türkei und Griechenland bleibt für viele Menschen, die in Europa Sicherheit suchen, gefährlich. Wir sind vor Ort und setzen uns ein für die Menschenrechte aller, die versuchen das Meer zu überqueren.

Seht das Video hier

Mare Liberum setzt die Segel! 19.5.2019

Wir sind endlich wieder auf See und auf Beobachtungsmission an der Ostküste der griechischen Insel Lesbos, gegenüber der türkischen Grenze. Wir freuen uns, unsere Mission zur Überwachung der Menschenrechte in der Ägäis fortzusetzen, nachdem die Gerichte unsere illegale Suspendierung im Hafen aufgehoben haben. Während die Menschen weiterhin versuchen, jeden Tag das Meer zu überqueren, arbeiten wir daran, der Öffentlichkeit eine unabhängige und genaue Darstellung der europäischen Grenze zu vermitteln.

Rettungswestenfriedhof am Nordufer von Lesbos. 16.5.2019

In den Hügeln nahe der griechischen Stadt Molyvos zeichnen zehntausende von Rettungswesten ein Bild davon, wie Migration an der europäischen Grenze aussieht. Fast alle davon sind so genannte "gefälschte Rettungswesten", die in der Türkei für rund 10 Euro verkauft werden. Sie sind mit Schichten aus Kunststoff gefüllt, die es ihnen ermöglichen, kurz zu schweben, bevor sie aufsaugen und nach dem Kentern zu einem zusätzlichen Gewicht für Menschen werden. Diese Jacken sind oft die einzigen, die sich Flüchtlinge leisten können, besonders wenn sie mehrere Versuche benötigen, die Ägäis zu durchqueren. Die schlimmsten Jacken sind die für Kinder. Es handelt sich um Kunststoffhüllen für Schwimmbäder, die nicht für den Einsatz auf einem Boot bestimmt sind, mit einer schriftlichen Warnung: "Schützt nicht vor Ertrinken." Viele Menschen, die versuchen, nach Europa zu kommen, können nicht schwimmen. Im Notfall sind diese gefälschten Rettungswesten ihre einzige Hoffnung. Die Schaffung sicherer Migrationswege für Flüchtlinge, die Asyl suchen, ist möglich - die Europäische Union hat sich jedoch dagegen entschieden. Mare Liberum wird bald die Segel setzen, in der Hoffnung, die Ägäis etwas weniger tödlich zu machen.

Photos: Mare Liberum/Dylan Lebecki & David Fischer

Mare Liberum bereit zum Auslaufen 23.4.2019

Ein Jahr Menschenrechtsbeobachtung in der Ägäis

Ein Jahr nach Beginn unseres Einsatzes erstatten wir Bericht. Mare Liberum beobachtet die menschenrechtliche Situation in der Ägäis vom Schiff aus. Das Schiff MARE LIBERUM und die Crew sind bereit zur zweiten Beobachtungssaison an der Meergrenze Europas auszulaufen. Wir sehen die Notwendigkeit, mit unseren Einsatz etwas gegen das unnötige Sterben von Geflüchteten an den Grenzen der Europäischen Union zu tun.

Mare Liberum hat das Ziel, die Aufmerksamkeit auf die gefährliche Fluchtroute zwischen der Türkei und Griechenland zu lenken, Solidarität und fundamentale Menschenrechte zu stärken. Vor einem Jahr erreichte das Team von Mare Liberum die griechische Insel Lesbos.1 Kurz zuvor, waren wir schmerzlich daran erinnert worden, warum wir das Projekt starteten. Vierzehn Menschen – zwei Familien aus dem Irak und Afghanistan – ertranken, weil ihr Boot sank. Obwohl die Griechische Küstenwache verständigt worden war, wurden keine Rettungsmaßnahmen eingeleitet. 2 Nach wie vor treten hunderte Menschen jeden Monat die gefährliche Fahrt mit Schlauchbooten von der Türkei nach Griechenland an. Allein 2018 verloren 174 Menschen ihr Leben, bei dem Versuch das Ägäische Meer zu überqueren. Seit Anfang diesen Jahres ertranken fünfzehn weitere Menschen. 3 Vor wenigen Tagen, am 11.04.2019 berichteten Geflüchtete, sie seien aus griechischen Gewässern in türkische zurückgewiesen 4 worden, was dem internationalen Grundsatz des Non-Refoulement 5 widerspricht. Menschen ertrinken weiterhin, da ihnen keine sichere und legale Überfahrt gewährt wird. Das Ziel von Mare Liberum ist, dass sich solche Ereignisse nicht wiederholen, sondern verhindert werden. Menschen müssen gerettet und ihre Menschenrechte garantiert werden, gleich welcher Herkunft sie sind. Die Leben von Geflüchteten sind gleichwertig jener Menschen mit EU-Pässen. Wir sind als Zeugen vor Ort, um die Situation zu beobachten, dokumentieren und kritisch zu berichten.

Unsere große Motivation für das nötige Durchhaltevermögen bei der Meisterung aller rechtlicher und bürokratischer Hürden, war stets unsere politische Überzeugung und der Glaube an die Notwendigkeit unserer Mission. Kurz vor Beginn unserer ersten Mission, vor genau einem Jahr, wurde das Schiff einsatzbereit gemacht. Während der Werftzeit in Griechenland halfen viele Freiwillige beim Entrosten, Lackieren und vielen weiteren Arbeiten. Als unsere Missionskoordinatorin im April 2018 auf Lesbos dazustieß, vernetzte Sie sich schnell mit sämtlichen Organisationen auf der Insel und stellte anderen Akteuren vor Ort unermüdlich die Arbeit von Mare Liberum vor. Hierdurch hatten bereits nach kurzer Zeit alle NGOs auf der Insel und auch die Küstenwache von Mare Liberum gehört – schon bevor wir den Hafen verlassen hatten. Und genau das war unser Ziel: Die Behörden sollten von uns wissen, wissen: wir sind da und beobachten die Situation.

Die MARE LIBERUM mit neuem Anstrich.

Wie alles begann

Die Seenotrettungsorganisation Sea-Watch nahm 2017 ihre Beobachtungsmission in der Ägäis auf. 6 Obwohl Sea-Watch seine Aktivitäten fortan auf das zentrale Mittelmeer vor Libyen konzentrierte, sahen sie die Notwendigkeit, die Situation in der Ägäis weiterhin im Blick zu behalten. Nach Ablauf ihrer Beobachtungsmission, brachten sie uns das Vertrauen entgegen, die Arbeit in der Ägäis weiterzuführen und so unterstützten sie die Gründung von Mare Liberum. Doch nicht nur das! Sea Watch vermachte uns ihr Schiff, die ehemalige SEA WATCH, für einen symbolischen Euro.

Das positive Chaos, der ungehinderten Migrationsbewegung war bei unserem Beginn im April 2018 bereits vorbei. Sowohl die Zahl der ankommenden Geflüchteten, als auch die Zahl der freiwillig Helfenden war gesunken. Jetzt, da das EU-Türkei-Abkommen 7 aktiv umgesetzt wird, sinkt auch das internationale Interesse für der Region. Küstenwachen, NATO und die EU-Grenzschutzagentur FRONTEX scheinen die Kontrolle über die Situation und Grenzen inne zu haben. Was jedoch bis heute unverändert bleibt ist, dass nach wie vor viele über die Ägäisroute flüchten, auf der Überfahrt ertrinken und wenn sie es lebend bis auf eine griechische Insel schaffen, in den Hot-Spot-Lagern der EU jahrelang in der Misere leben müssen. Die gegenwärtigen Zustände im Camp Moria 8 auf Lesbos sind dafür das beste Beispiel.

Unsere Ankunft auf Lesbos fiel in die Zeit der sich zuspitzenden staatlichen Repressionen gegen noch aktive NGO´s auf der Insel. Es herrschte ein Klima der Kriminalisierung. Freiwillige von Lighthous Relief, 9 sogenannte “Spotter” (vom engl.: to spot, etwas sichten) die im Schichtsystem rund um die Uhr das Meer beobachten, wurden ihrer Plätze verwiesen. Bürgerinnen und Bürger, die den auf Booten ankommenden Menschen eine Decke und etwas Wasser anboten, wurden daran von den Sicherheitsbehörden gehindert. Die Griechische Küstenwache erlaubte dem Rettungsboot der Organisation Refugee Rescue 10 nicht, Schiffbrüchigen zur Hilfe zu eilen. Gerade als wir den Anker der MARE LIBERUM einholten und aufbrachen, wurden drei Mitglieder einer weiteren Rettungsorganisation auf Lesbos festgenommen. Sean Binder, Nassos Karakitsos und Sara Mardini 11 wurde vorgeworfen mit Schmugglern zusammenzuarbeiten. Dieser allgemeine Vorwurf zielte klar auf alle, im Feld der Menschenrechte arbeitenden Organisationen und solidarisch Aktiven ab. Erst im Dezember 2018 wurden sie – nach vier Monaten – freigelassen. 12 Währenddessen sah sich die Organisation Sea-Eye, 13 wegen der Aberkennung ihre Schiffsflagge, gezwungen ihre Mission vor der Küste Nordafrikas abzubrechen, da unter anderem der Versicherungsschutz des Schiffes an eine solche Flagge gebunden ist. Die Rettungsorganisation Mission Lifeline 14 wiederum wurde mit 234 Geflüchteten an Bord gezwungen auf dem Meer vor Malta auszuharren, da ihnen das Einlaufen in einen sicheren Hafen verweigert wurde – ein Schicksal, dass seitdem alle Schiffe mit geretteten an Bord erleben. Wir mussten also von Beginn unserer Arbeit an sehr vorsichtig sein, mit dem was wir taten. Dennoch gab uns nicht zuletzt die frisch gegründet Seebrücken-Bewegung 15 Rückenwind, um unsere Pläne umzusetzen und in See zu stechen. Dass das Verhalten der Küstenwachen gegenüber Geflüchteten auf dem Meer nicht wieder so schlimm wie vor 2015 geworden ist, geht nach unserer Einschätzung stark auf die anhaltende Präsenz zivilgesellschaftlicher Beobachter zurück.

Unsere Pläne mit Leben gefüllt

Endlich, Ende August 2018 bekamen wir die deutsche Schiffsflagge, mit der wir nun die Genehmigung zum Auslaufen in den Händen hielten. Wir verließen unseren Anleger im Süden von Lesbos in Richtung einer der Hauptankunftsorte von Booten Geflüchteter. In Skala Sikamineas begrüßten uns viele Freunde bei unserer Ankunft. Nur wenige Stunden später, während des gemeinsamen Abendessens, näherte sich ein Schiff der Grenzschutzorganisation Frontex und kontrollierte unsere Papiere. Dies bewies uns bereits am ersten Tag, dass wir genau am richtigen Ort waren und bereits von den Sicherheitsbehörden wahrgenommen wurden. Darüber hinaus bestätigte es uns früh darin, dass sich der bürokratische Aufwand der deutschen Behördenmühlen, um mit allen nötigen Unterlagen ausgestattet zu sein, gelohnt hatte. So nahmen wir unsere Arbeit voll Tatendrang auf und organisierten uns seitdem an Bord in Tag- und Nachtschichten, um unserer Aufgabe gerecht zu werden.

Nach einigen Wochen auf See, wurde deutlich, dass es unwahrscheinlich ist, auf ein Boot mit fliehenden Menschen zu treffen, da wir nicht, wie Frontex, an der Grenze patrouillieren dürfen. Die meisten der Boote, die es aus türkischen in griechische Gewässer schaffen, erreichen entweder selbstständig die Griechischen Inseln oder sie werden noch auf dem Wasser von Frontex in Empfang genommen. Wir blieben trotzdem dran - für alle sichtbar beobachtend. Wir konnten im vergangenen Jahr unsere eigentlichen Anliegen erweitern und die generelle Entwicklung, politischer und sozialer Natur auf Lesbos und anderen Inseln mit in unseren Fokus nehmen und spürbar dazu beitragen sie zu verändern. Bis zum heutigen Tage sind die Nachrichten aus der Ägäis in den allgemeinen Medien nur sporadisch zu vernehmen. Wir sind ein Lautsprecher, um die Aufmerksamkeit zurück auf die östliche Meergrenze der EU lenken.

Spreading the word

Die Spannungen in der Region bleiben groß. Mare Liberum konnte und kann als zuverlässige unabhängige Quelle vor Ort und auf dem Wasser dienen. Durch die Mitnahme von Journalist_innen an Bord, konnten wir dokumentieren und ein Stück weit erfahrbar machen, was Geflüchtete auf sich nehmen, um Europa zu erreichen. Außerdem konnten wir Einblicke in das Verhalten und die laufende Arbeit von Grenzschützer_innen bieten.

So kam es, dass wir auch Monchi, den Sänger der Band Feine Sahne Fischfilet, 16 an Bord begrüßten. Neben einigen Tagen und Nächten auf der MARE LIBERUM 17 besuchte Monchi die Insel Lesbos und das Camp Moria. Wir können ihm nicht genug danken, dass er damit Aufmerksamkeit auf die Lage in der Grenzregion gelenkt hat. Die Band nahm außerdem Vertreter_innen von Mare Liberum mit auf ihre Tour. Zusammen mit der Booking-Agentur Audiolith und lokalen Partnerorganisationen bekamen wir die einmalige Gelegenheit vor sämtlichen Konzerten der Band umfangreiche Informationsveranstaltungen zusammen mit Solidarity at Sea 18 anzubieten.

Solidarity at Sea ist ein Verein, der Unterstützung für die kriminalisierte IUVENTA-Crew organisiert. Die IUVENTA wurde als Seenotrettungsschiff eingesetzt mit dem 14.000 Menschen aus Seenot gerettet wurden, bevor die italienische Polizei es 2017 beschlagnahmte. Einige ehemalige Besatzungsmitglieder setzen ihren Einsatz für die Rechte Geflüchteter unerschrocken mit Mare Liberum 19 fort. Wir werden weiter Seite an Seite stehen, solidarisch und getragen durch die Unterstützung der Vielen. 20

Camp von Geflüchteten auf Samos

Den Blick erweitern

Im November 2018 nahm unsere Crew Kurs auf die Insel Chios, um die Situation hundert Kilometer südlich von Lesbos zu untersuchen. Wir trafen lokale Solidaritätsgruppen und besuchten Vial, ein weiteres Hot-Spot-Camp der EU. Wieder stattete uns die Küstenwache 21 einen Besuch ab und zeigte uns deutlich, dass sie über jede unserer Schritte informiert war. Damit zeigte sich, dass sich die Küstenwache bewusst ist, dass sie selbst unter internationaler ziviler Beobachtung stand und steht. Damit ist ein wichtiger Zweck unserer Präsenz erfüllt.

Wenige Monate später, im Januar 2019 verschafften wir uns einen Überblick über die Situation auf der Insel Samos. Samos gehört ebenfalls zur Inselgruppe in der Ägäis und war bis vor kurzem noch weniger in den Medien vertreten als Lesbos. Es war schwer auszuhalten mit anzusehen, wie der Winter ohne jede Vorbereitung in dem Lager Einzug erhalten hatte und unter welchen Bedingungen Geflüchtete hausen mussten, die auf der Insel festsaßen. Erst seit kurzem steigen die Zahlen der Ankünfte auf der Insel. Die mit 3.800 Menschen mehr als fünffache Überbelegung des ohnehin spärlichen Lagers provozieren einige wenige Berichte. 22

Nachdem wir unsere Aktivitäten in nur vier Monaten stark ausgeweitet hatten, beendeten wir im Dezember 2018 unsere erste Saison. Wie die Menschen auf den Inseln, mussten auch wir uns auf den kalten Winter vorbereiten. Wir nutzten die Wintermonate für Vorträge auf einer Reihe öffentlicher Veranstaltungen und organisierten interne Workshops. Auch zwischen den beiden Missionzeiträumen bleiben wir nicht still. Drei Jahre nach dem Inkrafttreten des EU-Türkei-Abkommens, haben wir in einer Kooperative mit anderen Organisationen ein gemeinsames Statement 23 veröffentlicht, um die Beendigung der humanitären Krise zu fordern. Wir forderten zum Jahrestag auch auf Lesbos' Straßen das Ende einer Politik, die Menschen dazu zwingt auf See zu sterben und unter schlimmsten Bedingungen in Lagern zu leben.

Nun ist es April 2019 und unsere 102jährige alte Dame kann wieder ins Wasser. Wir haben Unterteile ausgetauscht und repariert, mehr Stauraum geschaffen, die Elektronik gecheckt und soviel es ging auf Photovoltaik umgestellt, geschweißt und geschwitzt. Auch in dieser Werftzeit haben wieder viele Freiwillige geholfen, das Schiff fit für die zweite Saison zu machen. Wir sind startklar und werden unsere Mission fortsetzen, Solidarität und Menschenrechte zu stärken.

Demonstration anlässlich von drei Jahren EU-Türkei-Abkommen in Mytillini, Lesbos.


  1. http://www.taz.de/!5525956/ 

  2. http://www.spiegel.de/panorama/fluechtlingsdrama-vor-der-griechischen-insel-samos-ringen-um-die-wahrheit-a-1200267.html 

  3. https://missingmigrants.iom.int/region/mediterranean?migrant_route%5B%5D=1377 

  4. https://alarmphone.org/en/2019/04/15/refoulment-alarm-phone-migrants-distress-greece-turkey/?fbclid=IwAR01Wu6gc_S3Sz_IAuGuAmNNUYoNtDwVleYQ7ZdMu__N989ZBoV1YEfhatw 

  5. https://www.bamf.de/DE/Service/Left/Glossary/_function/glossar.html?lv3=1504404&lv2=1364188 

  6. https://sea-watch.org/das-projekt/lesbos/ 

  7. Von vielen wird das EU- Türkei Abkommen auch als der “dirty deal” („schmutziges Abkommen“) bezeichnet. Bezogen wird sich dabei auf den Umstand, dass die EU der Türkei Geld dafür zahlt, dass sie bereits in Griechenland angekommene Geflüchtete zurück nimmt, wenn diese über die Türkei nach Griechenland kamen. Seit dem Abkommen fängt die Türkei rund 50% der Boote mit Flüchtlingen ab, zuvor waren es 20%. Für weitere Informationen: https://harekact.bordermonitoring.eu/category/monitoring-the-eu-turkey-deal/ https://sea-watch.org/en/why-we-demand-the-cancellation-of-the-eu-turkey-deal/ https://www.msf.org/euturkey-two-years-deal-continues-fail-thousands-people-seeking-asylum 

  8. Moria ist ein EU Hot-spot Flüchtlingslager auf Lesbos. Es “beherbergt” an die 9000 Menschen, wärend die tatsächliche Kapazität des Lagers ein Drittel dessen beträgt. Siehe auch: https://www.borderline-europe.de/unsere-arbeit/ein-gef%C3%BChl-von-ohnmacht-auf-der-gef%C3%A4ngnisinsel-lesbos 

  9. https://www.lighthouserelief.org/ 

  10. http://www.refugeerescue.co.uk/ 

  11. www.theguardian.com/world/2018/sep/06/arrest-of-syrian-hero-swimmer-lesbos-refugees-sara-mardini 

  12. https://www.theguardian.com/world/2018/dec/05/syrian-aid-worker-sarah-mardini-refugees-freed-greece 

  13. https://sea-eye.org/ https://www.theguardian.com/world/2018/dec/05/syrian-aid-worker-sarah-mardini-refugees-freed-greece 

  14. https://mission-lifeline.de/ 

  15. https://seebruecke.org/ 

  16. https://feinesahnefischfilet.de/ 

  17. Siehe Mare Liberum: https://www.spiegel.de/plus/feine-sahne-fischfilet-ostdeutschland-auf-den-punk-gebracht-a-00000000-0002-0001-0000-000160086114 Video: https://www.facebook.com/watch/?v=1530480907052285 

  18. (https://de-de.facebook.com/feinesahnefischfilet/posts/daf%C3%BCr-dass-sie-menschen-vor-dem-ersaufen-im-mittelmeer-gerettet-haben-sollen-sie/2426046454076767/ 

  19. http://www.taz.de/!5543461/ und: https://www.abendblatt.de/hamburg/article216066073/Von-der-Elbe-aufs-Mittelmeer-und-weiter-ins-Gefaengnis.html 

  20. Am 13. Oktober 2018 demonstrierten in Berlin 242,000 Menschen für die Unteilbarkeit der Menschenrechte als Teil der #unteilbar Demonstration Danke an den „CCC”: https://media.ccc.de/v/35c3-9909-updates_von_der_europaischen_aussengrenze und an „Plus 1!”: http://www.taz.de/!5508734/ 

  21. https://www.limenikanea.gr/gr/limeniko/eksonuxistikos-elegxos-tou-limenarxeiou-xiou-se-periergo-skafos-germanikis-mko-2680 

  22. https://www.spiegel.de/politik/ausland/fluechtlinge-auf-samos-wie-der-eu-tuerkei-pakt-scheitert-a-1261887.html 

  23. https://www.hrw.org/news/2019/03/14/ngos-calling-european-leaders-end-humanitarian-and-human-rights-crisis-europes