Migranten*innen kommen weiterhin auf den griechischen Inseln an

Trotz des EU- Türkei Deals, machen Migranten*innen sich weiterhin auf den gefährlichen Weg nach Europa, mit dem Ziel einer lebenswerten Zukunft. Laut der NGO Aegean Boat Report erreichten 2.198 Migranten*innen die griechischen Inseln zwischen dem 1. und 11. August.

Die meisten von ihnen kamen auf Lesbos an, gefolgt von Samos, Kos und Chios. Vom 5. bis zum 12. August 2019 kamen ungefähr 1.400 Geflüchtete auf 26 Booten nach Lesbos. Dies könnte die höchste Zahl von Migranten*innen seit Jahren sein, die die griechischen Inseln über eine Zeitspanne von 2 Wochen erreichen. Die meisten kamen aus Afghanistan (35%), Syrien (16%), dem Kongo, Iraq und Palästina.

Bis zum 4. August hat der UNHCR 18.474 Ankünfte in 2019 auf den griechischen Inseln gezählt. Mindestens 57 sind auf der Überfahrt im östlichen Mittelmeer gestorben.

Die türkische Küstenwache hat seit dem 1. August über 1.400 Geflüchtete abgefangen und in vorübergehende Haft in der Türkei genommen. Es gibt zudem Berichterstattungen zu mindestens einem anderen illegalen Pushback von Seiten der türkischen Küstenwache, während die griechische Küstenwache dabei zusah.

Dies ist nur ein weiterer Beweis, dass Migration weder verboten noch verhindert werden kann. Wir brauchen noch immer eine sichere Route für Migranten*innen und das Recht auf Migration.

Das Foto zeigt, wie die griechische und die türkische Küstenwache zusammenarbeiten, um Migrant*innen am 11. April illegal in die Türkei zurückzudrängen. Foto: alarmphone.org

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