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Unsere Mission

Mare Liberum wird mit einem eigenen Schiff die Lage der Menschenrechte in der Ägäis beobachten. Dadurch erhöhen wir vor Ort den Druck zur Seenotrettung der Menschen, die aus der Türkei nach Griechenland fliehen, stärken Menschenrechte und Solidarität. Ziel unserer Mission ist es, die Migration über das ägäische Meer, von der Türkei nach Griechenland, sowie die anschließenden Such- und Rettungseinsätze (SAR) der griechischen und türkischen Küstenwache von unserem Schiff aus zu beobachten und zu dokumentieren. Darüberhinaus soll eine generelle Präsenz unabhängiger Beobachter*innen während der Operationen von staatlichen Akteuren auf See – wie zum Beispiel der Nato und Frontex– gewährleisten, dass eine lebensrettende und würdige Behandlung von Migrant*innen sichergestellt ist. Auch wenn sogenannte SAR- Einsätze nicht unser vordergründiges Ziel sind, ist uns doch bewusst, dass es schnell zu Änderungen der Gegebenheiten kommen kann. Durch unsere erfahrene Crew an Bord, sind wir jederzeit in der Lage schnell und adäquat an solchen Einsätzen teilzunehmen.

Unser Einsatz geschieht vor dem Hintergrund einer andauernden Militarisierung der Grenzregion zwischen der Türkei und Griechenland. Die Abschottung der EU in der Ägäis ist heute schwerwiegender, als vor dem berühmt-berüchtigten EU-Türkei-Deal 2016. Während die EU kontinuierlich versucht ihre Außengrenzen für Migrantinnen aus dem globalen Süden zu schließen, bilden wir ein Korrektiv, um der Abschreckungspolitik und der Externalisierung der Grenzen der EU etwas entgegen zu halten.

Von den Ergebnissen unserer Mission werden wir der europäischen Öffentlichkeit berichten und sie der Lobby von Geflüchteten zur Verfügung stellen. Fotografinnen, Journalistinnen und Wissenschaftlerinnen laden wir ein, an unseren Missionen teilzunehmen, um die aktuelle Situation kennenzulernen und über die Geschehnisse zu berichten.

Als starker Unterstützer unserer Ziele entschied sich Sea-Watch e.V. im Frühjahr 2018 den 100 Jahre alten Kutter SEA-WATCH an Mare Liberum zu überschreiben. Nach den ersten zivilen Seenotrettungseinsätzen im zentralen Mittelmeer 2015 wurde das Schiff 2017 für eine einmalige „Beobachtungs-Mission“ in der Ägäis genutzt. Wir betonen die Notwendigkeit dieser Beobachtungs-Mission und setzen sie als Mare Liberum fort. Fliehende Menschen sehen sich noch immer gezwungen, in nicht seetüchtige Boote zu steigen, um das sogenannte „sichere Drittland“ Türkei zu verlassen – jeden Tag. Ihr Empfang in Griechenland ist unangemessen und oft nicht ansatzweise im Einklang mit grundlegenden Menschenrechten. Das unnötige Leiden auf der Suche nach einem sichereren Leben am Rande des Wohlstandes Europas geht weiter. Wir möchten die öffentliche Aufmerksamkeit auf diese Situation richten, Menschen anregen mitzumachen und einen solidarischen Wandel in der europäischen Migrationspolitik einzuleiten.