Woher kommen unsere Zahlen?

Das Sammeln von Informationen über Rechtsbrüche und Pushbacks im spezifischen, ist in einem extrem militarisierten Grenzgebiet, wie dem der Ägäis, eine schwierige Aufgabe. So setzen die verantwortlichen Akteur:innen, sei es die griechische Küstenwache oder auch Frontex, bislang alles daran, Pushbacks möglichst unbemerkt durchzuführen und die eigenen Menschenrechtsverbrechen zu verdecken.

Trotz dieser politisch beabsichtigten Intransparenz erfahren wir auf unterschiedlichen Wegen von Pushbacks. Zunächst gibt es die Pushbacks, von welchen wir direkt Kenntnis genommen haben. Dies erfolgt vor allem durch die Rekonstruktion von Pushbacks mittels der Aussagen von Zeug:innen. Darüber hinaus werden Fälle, die andere Organisationen wie Alarm Phone oder Aegean Boat Report veröffentlich haben, in unsere Dokumentation mit aufgenommen. Schließlich veröffentlicht die türkische Küstenwache regelmäßig Pushback-Fälle. Die Zahlen der türkische Küstenwache sollten dabei stets vor dem Hintergrund einer möglichen politischen Instrumentalisierung durch die türkische Regierung betrachtet werden. Auch deshalb versuchen wir mehrere Quellen für die einzelnen Fälle zu finden. Voneinander abweichende Zahlen und Informationen stellen dabei keine Seltenheit dar.

Die zugrundeliegenden Zahlen sind daher als Annäherung an die tatsächlichen Zahlen zu verstehen. Angesichts der Intransparenz und der aktiven Verschleierung von Pushbacks durch die verantwortlichen Behörden ist davon auszugehen, dass tendenziell mehr Pushbacks durchgeführt wurden, als wir es in unseren Berichten annehmen.

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